Der erste Flirt

Anfang der 1970er Jahre. Die Stahlindustrie und der Steinkohlebergbau bei uns im Saarland florierte. Im Dunstkreis dieser Montanindustrie wurden in Saarbrücken Lottoscheine gedruckt und ich war beteiligt, es war mein Job. Die Malstatt-Burbacher-Handelsdruckerei in der Parallelstraße, 12 Uhr mittags. Leipziger Eck, Brückenschenke. Im Ausschank Neufang Bier und Bruch Bier. Es waren bevorzugte Kneipen etlicher unserer Mitarbeiter zur Pause. Doch längst ist alles Geschichte, wie auch Kohle und Stahl. Die Erinnerung blieb, schließlich trafen wir uns hier zum erstenmal, vor mittlerweile 42 Jahren, in der MBH! Luftverschmutzung, noch kein großes Thema in dieser Zeit, war halt so. Bei Regenwetter war es besonders heftig. Stark eingeschränkt war dann die Sicht, alles von der Abluft der Hüttenindustrie zugemüllt. Da blieben die Fenster geschlossen. Nachts die andauernden Rangiergeräusche der Güterzüge am nahen Bahngleis. Dazu oben drauf noch den charakteristischen Stahlgeruch, der über all dem in der Luft lag. So war Smog und nicht anders. Heute werden in Völklingen die in die Jahre gekommenen, rostigen Zeitzeugen in Ehren gehalten. Sie gehören zum Weltkulturerbe! Und hier im Rundgang kommen sie auf Filmmaterial wieder zum Vorschein, die Zeiten von Gestern, der Stolz der Hüttenarbeiter nach dem Motto: mir schaffe uff de Hütt.

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