Die Schotterhalde bei Neunkirchen

Wo eigentlich Kohlehalden die Saarländische Landschaft dominieren, befindet sich an der Landstrasse nach Neunkirchen, in Sichtweite von Grube König und Wohnsiedlung Betzenhölle das Areal eines Schotterwerks. Mit dieser Örtlichkeit ist nicht der Betzenberg in Kaiserslautern gemeint, die markanten Schotterhügel sind beim früheren großen Fussballrivalen der 1960er Jahren in Neunkirchen/Saar zu finden. Wäre doch eigentlich mal eine Begehung wert, so meine Überlegung nach den öfteren Autofahrten entlang der Halde. Die letzten Wochen des Jahres 2014 sind überwiegend ungemütliche, trübe Wintertage. Dieses nasskalte Schmuddelwetter hat für mein Vorhaben dennoch auch seine guten Seiten. Es bietet besondere Motive und ist somit günstig zum Fotografieren auf meiner anvisierten Halde. Es ist ein Sonntag im Dezember und somit ruht die Arbeit auf dem Betriebshof. Das Gelände zwischen den Schotterbergen erweist sich als ziemlich unbegehbar, weil maschig und nass. Pfützen bestimmen die Richtung des Fussweges, doch aber auch nerviges Hundegebell stört die „Idylle“. Nicht alle Hunde bellen, nicht alle Hunde dressieren den Dressierer unten im Tal beim Hundeübungsplatz und auch sonst so. Mir bleibt letztendlich für die angedachten Aufnahmen genügend Zeit. Auch wenn die Halde in seiner Ausdehnung überschaubar ist, mein Aufenthalt im Schotterwerk sollte am Ende mehrere Stunden dauern. Interessante Motive benötigen Zeit und Geduld.

Aquamarin

mein erster Eindruck, Aquamarin, das bläuliche Grün, ist wohl die Hausfarbe der Betreiber vom Wassergarten im ehemaligen Grubengelände bei Landsweiler-Reden, in unmittelbarer Nähe zum Gondwana-Urzeit-Erlebnismuseum bei Neunkirchen im Saarland. Obwohl in der Nähe meines Wohnortes, war mir die Anlage bisher nicht bekannt. Die überschaubare Anzahl an Besuchern im Gelände ist überwiegend auf Entdeckungstour fürs Familienalbum. Hier sind viele Gleichgesinnte unter sich und auch ich reihe mich ein. Je mehr Aufnahmen mir gelingen, umso mehr Motive fallen ins Auge und motivieren zu mehr. So blieb es bisher nicht nur bei einem Besuch meinerseits im Wassergarten Landsweiler-Reden.

Alltägliches neu entdecken

Im Alltag beobachten, Fotoansichten im Blickfeld registrieren. Nur keine Kniebeugen vor den vielzitierten Verdächtigen der Werbebranche. Dennoch werden vertraute Objekte der Gegend oft unbewusst übersehen. Letztendlich ist dann die Freude da, einige der allgegenwärtigen Motive der Umgebung neu entdeckt zu haben. Mir als Ortskundigen bieten sich mehr Möglichkeiten als die übliche regionale Werbung, die den Fremden und Suchenden informiert.

St.Ingbert, Autokennzeichen: IGB

Ich bin ein Zugezogener in St.Ingbert und erkunde meine neue Welt am liebsten in Bildern. Ich bin also kein gebürtiger Dengmerter (so nennen sie sich selbst). Daher bekomme ich in dieser, für mich ungewohnten Umgebung, vermutlich auch nie das „Laabrecht“. Das bekommt man in der Regel nur, wenn man bei seinen künftigen, einheimischen Kollegen etwas besonderes (freiwillig) leistet, z.B. als Platzwart beim Fussballclub oder auch als gewähltes Mitglied der Vorstandschaft. Das sind dann schon herausragende Kriterien. Es besteht aber auch die Möglichkeit, nach einer langen, langen Zeit der Beitragszahlerei in einem örtlichen Verein, durch dieselbige Mitgliedschaft den stolzen Ehrentitels des Laabrechts zu erlangen.Laabrecht“ ? Diese Bezeichnung führt auch heutzutage immer noch zu den typischen Stammtischgesprächen, um Neumitbürger auf den Arm nehmen zu können. Wer sich in früheren Jahren in der ärmlichen Bevölkerung kein Brennholz leisten konnte, bekam das Recht, im Wald Laub ( Mundartlich Laab) zu sammeln. So kommt der Spruch, den man dann des öfteren zu hören bekommt: hast du überhaupt das Laabrecht? bei uns.

Im Alter

"Wie wird nun alles so stille wieder! So war  mir`s oft in der Kinderzeit, Die Bäche gehen rauschend nieder Durch die dämmernde Einsamkeit, Kaum noch hört man einen Hirten singen, Aus allen Dörfern, Schluchten weit Die Abendglocken herüberklingen, Versunken nun mit Lust und Leid Die Täler, die noch einmal blitzen, Nur hinter dem stillen Walde weit Noch Abendröte an den Bergesspitzen, Wie Morgenrot der Ewigkeit." Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff ( 1788-1857), deutscher Dichter.

Im Volksmund – die Staffel

Sehr kurvenreich ist sie, die Staffelstrasse im östlichen Saarland. Eine bewaldete, ca.5 km lange und teilweise bis zu 7% ansteigende Landstrasse. Die Strecke dient u. a. auch als Zufahrt von der A 6, Ausfahrt St. Ingbert West, zum Flughafen Saarbrücken-Ensheim. Keuchend bergauf, beliebt bei Bikern. Nur gut trainierten Radsportlern ist die anspruchsvolle L 108 zu empfehlen.